Reformstädtebau-Spaziergang (20)

Spaziergang durch das Mühlbachtal (5 km) mit Beispielen des Reformstädtebaus, grüner Siedlungsring, parkähnliche Friedhöfe und Grugapark
  • Spaziergang mit Beispielen des Reformstädtebaus, grüner Siedlungsring, parkähnliche Friedhöfe und Grugapark
    Der Spaziergang beginnt an der (H) Bockmühle – man läuft zu weiten Teilen durch das Mühlbachtal über den Grugaradweg mit Abstechern auf die Höhen.
    Zunächst spaziert man durch die Hirtsiefersiedlung mit dem Bockmühlenpark, von dort gelangt man auf den Radweg Rheinische Bahn, der an dieser Stelle im flacheren Mühlbachtal liegt.
    Der Terrassenfriedhof (Ernst Bode, Architekt und Rudolf Korte, Gartenbaudirektor) ist ein parkähnlicher Friedhof aus den 20-ger Jahren, man durchläuft hier große, historische Bahnanlagen, Tunnel und Brücken und gelangt in die Siedlung Breilsort, die von Georg Metzendorf erbaut wurde. Der Weg führt über eine geschwungene Straße mit breitem Grünstreifen und Vorgärten hinunter ins Mühlbachtal. Hier sieht man deutlich, wie damals die Reformarchitektur einen behutsamen Übergang von der Stadt in die Natur gestaltet hat. Der Weg führt über den Mühlenbach und durch das Mühlbachtal bis zur Siedlung Heimatdank (gebaut von Josef Rings, DWB, Weimarer Republik). Man verlässt den Radweg über eine kleine Brücke, die über den schon renaturierten Mühlenbach führt. Es geht bergauf mitten durch die Siedlung oberhalb des Mecklenbeckstals. Man läuft durch ein Torgebäude über die als Allee ausgebaute Fulerumer Straße direkt auf den parkähnlichen Südwestfriedhof zu. (Ernst Bode, Architekt und Rudolf Korte, Gartenbaudirektor)
    Über die Fulerumer Straße geht es zurück ins Mühlbachtal. Rechts befindet sich das Nachtigallental mit dem Kesselbach, der dort in den Borbecker Mühlenbach mündet. Wir überqueren wieder über eine kleine Brücke den Mühlenbach, um über den Kleinborgshang hinauf in die Wickenburgsiedlung zu gelangen. Diese ist eine durchgrünte, historische Krupp-Siedlung, die von Robert Schmohl erbaut wurde. Durch grüne Innenhöfe und Torbögen geht es zurück ins Mühlbachtal auf den Radweg bis zur Margarethenhöhe. Unterhalb der sehenswerten, historischen Rundbogenbrücke läuft man in die Gartenstadt Margarethenhöhe – sowohl die Brücke als auch die Siedlung wurden von Georg Metzendorf errichtet.
    Über den zentral gelegenen Marktplatz geht es zurück ins Mühlbachtal in Richtung Gruga. Dort ist der Botanische Garten besonders sehenswert. Dieser ist der ältere Teil des heutigen Grugaparks und ist in seiner ursprünglichen Erscheinung (1927) noch erhalten. Bitte beachten Sie, dass der Eintritt in die Gruga kostenpflichtig ist. 
    Sehenswert sind das Koniferental, der Westfälische Bauerngarten; Rosarium, Alpinum und Dahlienarena sowie das Rhododendrontal.
    Auf dem Grugaradweg geht es nach ca. 250 Metern in das Haumannviertel (1907). Eine 500 Meter lange Grünzunge, die aus dem Mühlbachtal kommt, ist Bestandteil des Haumannviertels. Läuft man zurück auf den Grugaradweg Richtung Altenhofsiedlung II (Robert Schmohl, 1903), schließt sich der Naturspaziergang Stadtwald an.

     

    Übrigens: Auch der nördliche Teil des Mühlbachtals ist einen Spaziergang wert. Folgen Sie den städtischen Markierungen der Wasser Route „Neue Wege zum Wasser“.

    Wegbeschreibung

    Von (H) Bockmühle
    75 m bis zur Hirtsiefer-Siedlung

    Altendorfer Straße folgen, dann links Radweg Rheinische Bahn, dann Radweg bis Grugapark (ab 2015)

    GPS geführter Naturspaziergang